Willkommen beim Bundesverband Deutscher Ziegenzüchter

Wichtige Termine

Schauen Sie sich unseren Terminkalender an unter Terminkalender.

 

 

Termine, die wir aus Ihrer Sicht aufnehmen sollten und die für Ziegenhalter aus dem gesamten Bundesgebiet von Interesse sind, senden Sie uns bitte mit Thema, Ort und Datum zu unter info@ziegen-sind-toll.com

 

Ihr BDZ

Aktuelle Meldungen

04.08.2020

BDZ-Vorsitzender Bernd Merscher mit seinem Kollegen Alfons Gimber, VDL-Vorsitzender, beim Antrittsbesuch bei Frau Beate Kasch, Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, BMEL.

Besprochenen Themen waren u.a.
- die aktuelle Situation der Schafe und Ziegenzucht und haltung,
- zukünftige Ausgestaltung der GAP,
- Wolf und Herdenschutz sowie
- Tierschutzhundeverordnung,
- Export von Zuchttieren
Ihr BDZ

Wolfsterritorien in Deutschland

Nachfolgend eine vom Deutschen Bauernverband erstellte Übersicht der Wolfsterritorien in Deutschland aus dem Monitoringjahr 2018/2019 auf Grundlage der DBBW-Datenbank:

03. Juli 2020

Bundesrat beschließt am 3. Juli 2020 die Einführung einer Weidetierprämie für Schafe und Ziegen

- VDL und BDZ drängen die Bundesregierung auf Umsetzung des wiederholten Bundesratsbeschlusses

Der Beschluss des Bundesrates vom 3. Juli 2020 eine Weidetierprämie für Schafe und Ziegen
einzuführen, wird von der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL) und dem
Bundesverband Deutscher Ziegenzüchter (BDZ) sehr begrüßt, so die Vorsitzenden Alfons Gimber und
Bernd Merscher. Bereits in 2019 hatte der Bundesrat auf Empfehlung des Ausschusses für Umwelt,
Naturschutz und nukleare Sicherheit diese dringende Hilfe für die Unterstützung der Schaf- und
Ziegenhalter beschlossen, da die bisherigen Hilfen nicht den erhofften Erfolg erzielten; doch bislang
ohne Erfolg.


Zuvor hatten beide Vorsitzenden in einem gemeinsamen Schreiben u.a. die Ministerpräsidenten der
Länder erneut um Unterstützung und damit ein klares Signal in der Plenarsitzung vom 3. Juli 2020 bei
der Behandlung des Dritten Gesetzes zur Änderung des Direktzahlungen-Durchführungsgesetzes
gebeten, die Einführung der Weidetierprämie für Schafe und Ziegen in Höhe von 30 € als Zielgröße zu
beschließen; mit Erfolg.


Es ist nun an der Zeit, so Gimber und Merscher, dass sich das Bundeslandwirtschaftsministerium
bewegt und wie in 22 anderen EU-Mitgliedsländern die Weidetierprämie für Schafe und Ziegen einführt.
Der Bundesratsbeschluss sieht eine gekoppelte Stützung für den Sektor Schaf- und Ziegenfleisch vor,
die bundeseinheitlich erfolgt und einen Zielwert von 30 Euro je beilhilfefähigem Mutterschaf oder -ziege
angestrebt. Das Bundeslandwirtschaftsministerium darf nicht bei der Flächenprämie in der I. Säule
verharren. Schließlich überzeugen die Argumente und es bedarf nur einer geringen Umschichtung in
der I. Säule, um diese gekoppelte Stützung zu finanzieren. Dies wäre eine wichtige Hilfe, so die beiden
Bundesvorsitzenden für die Schaf- und Ziegenhaltung, zumal die Agrarumweltprogramme aus der II
Säule lediglich einen Ausgleich der Nutzungseinschränkungen darstellen und die Flächenprämie der I.
Säule über steigende Pachtpreise teilweise wieder abfließen. Die Weidetierprämie würde hingegen
beim Betrieb verbleiben.


Die Fristen lassen es ferner zu, so ferner die Feststellung im Bundesratsbeschluss in der Begründung,
rechtzeitig für 2021 diese an das Tier gekoppelte Hilfe einzuführen. Bei einem Einkommen in der
Schafhaltung von unter 6,00 €/Stunde incl. Gelder aus den bisherigen Hilfen, was damit deutlich unter
dem Mindestlohn liegt, und einem Bestandrückgang in den letzten 12 Jahren von -40%, darf die
Bundesregierung diesen Beschluss nicht weiter aussitzen.


Ohne Schaf- und Ziegenhaltung in der bekannten klassischen Form ist der für die Gesellschaft so
unverzichtbare Küsten- und damit Erosionsschutz durch Tritt und Biss von Schaf und Ziege nicht mehr
sichergestellt, so beide Bundesvorsitzende.

 

Ihr BDZ

22. Juni 2020

Online-Bockauktion

Wir dürfen Sie auf nachfolgende Pressemeldung der Internet Auktion für Zuchtziegen hinweisen:

 

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen! Nachdem die Beschränkungen durch die Corona Pandemie auch die Durchführung des traditionellen Zuchtziegenmarktes, der 2020 am 25.Juli in Ingolstadt stattfinden sollte, schwierig macht, entschlossen sich die Ziegenzuchtverbände Bayern und Baden-Württemberg in diesem Jahr gemeinsam einen neuen Vermarktungsweg einzuschlagen. Die besten Zuchttiere aus beiden Bundesländern werden über ein Internetportal in der Zeit vom 25.7. bis einschließlich Sonntag 2.8.2020 zu ersteigern sein.

Angeboten werden männliche und weibliche Tiere aller in den beiden Verbänden registrierten Rassen. Die annähernd 75 gemeldeten Tiere – vertreten sind Jungböcke der Rassen Bunte und Weiße Deutsche Edelziege, Buren und Thüringer Wald Ziegen, sowie weibliche Zuchttiere der BDE und WDE - werden in den vier Wochen vor der Versteigerung von einer Körkommission auf den Heimatbetrieben bewertet, gekört und fotografiert. Ab Mitte Juli stehen dann alle Tiere mit Angaben zu Herkunft, Abstammung, Elternleistung und Foto im Netz. Alle Tiere stammen aus nachweislich CAE und Pseudotuberkulose unverdächtigen Betrieben. Bei allen Tieren ist vermerkt, ab wann der Herkunftsbetrieb am TSE/Scrapie Statusprogramm teilnimmt. Liegt ein Herkunftsbetrieb im Restriktionsgebiet für die Blauzungen Erkrankung, so sind die Tiere nachweislich dagegen geimpft.  Kaufinteressenten können sich auf der Seite www.ziegen-auktion.de registrieren und dann ab Samstag den 25.7. aktiv bei den ausgewählten Tieren mitsteigern. Die Verbände stehen selbstverständlich für eine Kaufberatung jederzeit zur Verfügung. Das Ende der Auktion am darauffolgenden Sonntag den 2.8.2020 ist für alle Tiere zeitlich versetzt, so dass man die Chance hat, auch noch ein Tier zu ersteigern, wenn man das erste gewünschte nicht kaufen konnte. Alle Tiere sind gegen Transportschäden und eventuelle Unfruchtbarkeit über die Verbände versichert. Die Abrechnung erfolgt wie bei den realen Märkten über die Verbände nach Abholung der Tiere bei den Herkunftsbetrieben.

Für Ziegenzüchter bietet sich hier auch in Zeiten von Einschränkungen eine gute Möglichkeit wertvolle Zuchttiere aus einer großen Auswahl auszusuchen und zu erwerben. Die Verantwortlichen der Verbände sind sich der großen Herausforderung bewusst, hoffen jedoch auf eine gute Resonanz von Anbietern aber vor allem auch von Käufern aus ganz Deutschland. 

 

Bei Fragen bitte wenden an: Andrea Kaufmann Dipl.Ing.agr., Geschäftsführung Landesverband Bayerischer Ziegenzüchter e.V.  (LBZ e.V.)

Geschäftsstellle:

Senator Gerauer Str. 23a

85586 Poing-Grub

Tel. 089/537856

ziegen.bayern@t-online.de

 

 

Schwere Zeiten öffnen neue Wege:

Corona-bedingt sind in den vergangenen Monaten viele Veranstaltungen und so auch Auktionen entfallen. Dies führt bei den Züchtern zu z.T. erheblichen Zuchttierabsatzproblemen und auch Käufer finden schwerlich neue Zuchtböcke. Dieses Problem öffnet Überlegungen neuer bzw. anderen Absatzformen. Was im Immobilienbereich bereits seit Jahrzehnten gängige Praxis ist, im Pferdesektor Anwendung findet, wird nun auch bereits bei uns in der Schaf- und Ziegenwirtschaft getestet, so an o.g. Beispiel.

 

Die Geschäftsführer u.a. der BDZ- Mitgliedsverbände haben sich mit dieser Thematik ebenfalls anlässlich der jüngsten Geschäftsführer-TK am 4. Juni 2020 befasst und beschlossen, das Thema genauer zu betrachten und die Entwicklungen weiter zu verfolgen. Ähnlich wie bei OviCap, wo man über alle Landesverbände ein abgestimmtes Konzept entwickelt hat, was gemeinschaftlich und auf alle Schultern verteilt getragen wird und im Übrigen sehr erfolgreich läuft, stellt sich hier beim Thema Online-Auktion ebenfalls die Frage, ob dies ein bundeweites BDZ-/VDL- -Konzept werden kann bzw. sollte, dass von allen Mitgliedsverbänden genutzt werden kann. Dies würde in der Entwicklung und Pflege letztendlich Zeit und Kosten für jeden Verband sparen, weil es eben gemeinschaftlich angelegt würde, so die ersten Gedanken.

Wie die Online-Aktionen im Schaf- und Ziegenbereich laufen, werden die ersten Erfahrungen zeigen. Auch vit-Verden, Partner und Dienstleiter bei OviCap hat hierzu bereits Überlegungen angestrengt und sich über eine digitale Verkaufsplattform für Zuchttiere Gedanken gemacht zumal über OviCap allen erforderlichen Zuchtdaten verfügbar sind.

Klar wurde in der Diskussion, dass eine mögliche Online-Aktion nicht die bisherigen Auktionen ersetzen sollen, sondern eine Ergänzung darstellen können, solange bisherige Verfahren nicht durchführbar sind. Aber durchaus kann die Online-Auktion als Erweiterung der bisherigen Auktionen verstanden werden, da sich nun Bieter aus anderen Ländern vielleicht verstärkt einklinken und interessiert mitbieten, weil sie vorher bereits das Tier auf dem Foto o. Film haben anschauen können.

In jedem Falle werden sich die Geschäftsführer der BDZ- Mitgliedsverbände mit dem Thema weiter beschäftigen und prüfen, ob es sinnvoll ist, eine Online-Auktions-Rohling zur Nutzung für die Mitgliedsverbände anzubieten.

 

 

Ihr BDZ

15. Juni 2020

Kostenfreie Kleinanzeigen nutzen

Immer wieder gehen bei uns Suchanfragen ein. Daher senden Sie uns bitte direkt zu Ihrem Anliegen eine Kleinanzeige mit den Hinweisen "Was Sie suchen " bzw. "Was Sie anbeiten".

 

Den Link zu den Kleinanzeigen finden Sie am Ende der Meldung.

 

Meist wird dies am gleichen Tag noch auf die Homepage übertragen

 

Ihr BDZ

05. Juni 2020

Internationaler Kongress zu Schafen und Ziegen – Landwirtschaft und Wissenschaft gestalten die Zukunft

Fristverlängerung für Call for Paper bis 14. Juni 2020 und Möglichkeit eines Videobeitrags

Wir freuen uns über ein sehr reges Interesse an dem Kongress und die bereits zahlreich eingereichten Paper aus allen Teilen der Welt. Aus diesem Grund sind die Beteiligten hoch motiviert, alle Möglichkeiten auszuloten, den Kongress am 15-16. Oktober 2020 in Bonn durchzuführen. Wie bisher hat das BMEL für den Internationalen Kongress eine Homepage eingerichtet unter: https://sheepandgoats2020bonn.org/de/, wo die weiteren Informationen zu entnehmen sind. Das BMEL verfolgt gemeinsam mit VDL, BDZ, WDL und DGfZ ständig die Situation und die Entwicklung der sich verändernden Rahmenbedingungen weltweit. Die durch die Corona-Pandemie verursachte aktuelle Situation erfordert permanente Beobachtung und flexible Reaktionen. Für Referenten, die nicht persönlich am Kongress teilnehmen können, bietet das BMEL daher neu die Möglichkeit an, Vorträge zum Internationalen Kongress zur Zucht von Schaf und Ziege als Videobeitrag einzureichen. Wir halten deshalb eine Verlängerung der Einreichungsfrist von Vorträgen für den Internationalen Kongress zur Zucht von Schaf und Ziege bis zum 14. Juni 2020 als Reaktion auf die bestehende Unsicherheit für die kommenden Wochen und Monate für angemessen. Gerne können Sie den Call for Papers (z.B. an Ihre internationalen Kooperationspartner) weiterverteilen, der hier in der Anlage erneut folgt. Er ist in den Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch, Polnisch, Türkisch und Russisch verfasst.

Im Falle von Fragen, wenden Sie sich bitte an SheepAndGoats2020@pool.de.

 

Zu den nachfolgenden Themenschwerpunkten liegen bislang erfreulicherweise insgesamt bereits über 100 Vortragsvorschläge vor, davon 40 aus Deutschland und über 60 aus 28 anderen Ländern. Die Themenblöcke lauten:

 

o   Tierzucht und Genetik: Wie sieht die Zucht von Schafen und Ziegen in der Zukunft aus?

o   Tiergenetische Ressourcen, Biodiversität, Robustrassen und Genbanken

o   Tierhaltung: Was brauchen Schafe und Ziegen?

o   Management und Tierwohl

o   Strukturen und Perspektiven der Schaf- und Ziegenhaltung, Nachhaltigkeit

o   Ökonomie: Wie kann man die Wirtschaftlichkeit der Haltung von Schafen und Ziegen verbessern

o   Umweltleistungen und Klimawandel: Welchen Beitrag leisten Schafe und Ziegen für den Klimaschutz

o   Tiergesundheit: Welche Möglichkeiten bietet die Resistenzzucht?

o   Freie Themen

 

Das BMEL bittet darum, dass insbesondere aus dem Kreis der Praxis der Schaf- und Ziegenzucht und –haltung Vorträge eingereicht werden, die aktuell die Schaf- und Ziegenzucht und –haltig umtreibt. Auch hierfür nutzen Sie bitte als Vorlage das Call for Paper. Insbesondere fehlen noch Vorträge zu Ziegenthemen, so das BMEL. Konkret bedeutet dies, dass Praktiker selber Vortragsthemen als Referenten einreichen können. Die VDL- und BDZ-Mitgliedsverbände bitten wir hier hilfreich zur Seite zu stehen.

 

 

VDL/BDZ/WDL

 

Call for Paper - aktualisiert
Call for Paper aktualisiert_Fristverläng
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31. März 2020

Internationaler Kongress zur Zucht von Schaf und Ziege – Landwirtschaft und Wissenschaft gestalten die Zukunft

15. und 16. Oktober 2020 in Bonn, World Conference Center Bonn (WCCB)

Bitte Termin reservieren und bitte um Zusendung „Call for Papers“.

 

Weitere Infos unter http://sheepandgoats2020bonn.org/de/

 

Ihr BDZ

19. Mai 2020

Über 10.000 Wölfe nimmt Schaf- und Ziegenhaltung die Existenzgrundlage

- VDL und BDZ fordern Perspektiven für die klassische Schaf- und Ziegenhaltung

Die Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL) nimmt die Studie des

Bundesamtes für Naturschutz (BfN) zur „Habitatmodellierung und Abschätzung der

potenziellen Anzahl von Wolfsterritorien in Deutschland“ mit großer Verwunderung zur

Kenntnis. Während mit dieser Studie ein Beschluss der Umweltministerkonferenz aus dem

Jahre 2017 umgesetzt wird und man von 700 – 1.400 Wolfsterritorien in Deutschland

ausgeht, sind bislang viele andere Beschlüsse der letzten Umweltministerkonferenzen, die

Klarheit beim Herdenschutz geben würden, nach wie vor nicht umgesetzt worden. Selbst die

Bitte der VDL- und BDZ-Vorsitzenden vor wenigen Wochen an die Umweltministerkonferenz,

das Thema Wolf und Herdenschutz wegen dieser fehlenden Umsetzung unbedingt auf die

Tagesordnung zu setzen, fand keinerlei Beachtung.

 

Stattdessen wird mit der BfN-Studie den Weidetierhaltern und uns Schaf- und Ziegenhaltern

klargemacht, auf was wir uns einstellen müssen. Wir müssen zukünftig mit über 10.000

Wölfen in Deutschland rechnen,“ so die Vorsitzenden von VDL und BDZ Alfons Gimber und

Bernd Merscher. Welche Konsequenzen, zusätzlichen Arbeitsbelastungen und Kosten dies für

die Schaf- und Ziegenhalter hat und dass die vorgeschriebenen und geforderten

Herdenschutzmaßnahmen in vielen Gebieten aufgrund der topographischen Lage nicht

umgesetzt werden können, wird bei dieser Studie nicht berücksichtigt. Dabei belasten die

bisher schon über 1.000 Wölfe die Schaf- und Ziegenhaltern in vielen Regionen des Landes.

Viele Schaf- und Ziegenhalter geben auf und schließen still und leise ihre Betriebe, weil sie

die ständig steigenden Anforderungen, um die eigenen Tiere zu schützen, nicht mehr

mitmachen können und wollen. Scheinbar rückt immer mehr in Vergessenheit, was die

Kleinen Wiederkäuer für die Gesellschaft beim Küstenschutz, der Offenhaltung der Flächen,

den Biotop- und Insektenschutz leisten. Trotz erheblich gesteigerter Vorsorgemaßnahmen,

die Millionen an Steuergelder kosten, und großem Arbeitsaufwand ist keine 100prozentige

Sicherheit für die Weidehaltung der Tiere zu erreichen.

 

Gimber und Merscher: „In Zeiten, in denen Politik und Gesellschaft eine Verbesserung des

Tierwohls und die damit verbundene Weidetierhaltung fordern, ist es mehr als

unverständlich, wenn wir aus der Not heraus zum Schutz vor Wölfen mit der Schaf- und

Ziegenhaltung zur ganzjährigen Stallhaltung übergehen müssten.“

 

Es bleibt zu hoffen, dass die Politik die notwendigen Konsequenzen aus der Studie zieht, die

wenige Wochen nach dem Inkrafttreten der Änderungen zum Bundesnaturschutzgesetz

veröffentlicht wurde. Mit dem Gesetz hat man es bereits versäumt, eine 1:1 Umsetzung der

FFH-Richtlinie vorzunehmen und damit die Grundlage für ein Bestandsmanagement des

Wolfes zu schaffen. Um die Änderungen im Bundesnaturschutzgesetz zu nutzen, wäre aus

VDL-/BDZ-Sicht auch die Einrichtung weiterer Referenzlabore zu prüfen, um schneller

Ergebnisse zu bekommen, die Voraussetzung für eine zeitnahe Entnahme sind. Wenn sich

mit der Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes keine Beschleunigung des Verfahrens

ergibt, läuft die Änderung an dieser Stelle ins Leere.

 

Ihr BDZ

23. April 2020

Wichtiges Zeichen der EU-Kommission zur Qualitätssicherung

- VDL und BDZ begrüßen die Einführung der EU-Beihilfe für Private Lagerhaltung

Die Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie mit stattgefundener Schließung von

Restaurants, fast kompletten Ausfall des Außerhausverzehrs sowie veränderter Nachfrage der

Verbraucher, die um ihre Arbeit bangen, nach kostengünstigen Nahrungsmitteln, haben

gerade rund um Ostern, der klassischen Nachfragezeit von deutschem Lamm- und

Ziegenfleisch, zu massiven Absatzeinbrüchen insbesondere bei Lamm- und Ziegenfleisch aber

auch bei Schafs- und Ziegenkäse geführt. Diese Produkte sind aufgrund der arbeitsintensiven

Weidetierhaltung in der Erzeugung kostenintensiver als andere Nahrungsmittel. Darauf haben

Herr Alfons Gimber, Vorsitzender der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände, VDL,

Josef Baumann, Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Deutsches Lammfleisch, WDL, und

Bernd Merscher, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Ziegenzüchter, BDZ, in einem

gemeinsamen Schreiben an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hingewiesen und

um die rasche Einführung der EU-Beihilfe für Private Lagerhaltung (PLH) gebeten.

Mit der geplanten Maßnahme zur Förderung der PLH kann die z.T. komplett ausgefallene

Nachfrage aufgefangen werden. Die Ware wird so zum rechten Zeitpunkt aus dem Markt

genommen, eingelagert und kann, wenn die Nachfrage sich wieder normalisiert hat, in den

Markt gebracht werden.

 

Für die Schaf- und Ziegenhalter im Bundesgebiet ist das eine ganz wichtige Entlastung und

sollte Preiseinbrüche verhindern. Es war wichtig, so die Vorsitzenden, dass die EU-Kommission

mit dieser Maßnahme nicht gewartet hat, bis die Preise komplett in den Keller gestürzt sind.

Dann hätten wir überschwere Lämmer und Ziegen auf dem Markt gehabt, für die es keine

Nachfrage mehr im Lebensmittelhandel gegeben hätte. So kommt diese Hilfe zur rechten Zeit

und verdient ein herzliches Wort des Dankes an Bundesministerin Julia Klöckner mit ihrem

Team, den unterstützenden Europäischen Bauernverband COPA wie auch die zuständige EUKommission.

Autor: Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände e.V

 

Ihr BDZ

12. März 2020

Hörner gesucht!

Wir suchen wie auf dem Bild abgebildete Hörner. 

 

Falls Sie Hörner dieser Art abzugeben haben, melden Sie sich bitte direkt bei Herrn Nesges:

 

Kontakt:

Johann Nesges

Telefon: +4935453255

E-Mail: jnesges@googlemail.com

 

Herzlichen Dank!

14. Februar 2020

Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes wurde heute am 14. Februar 2020 final vom Plenum des Bundesrates beschlossen

Bundesrat schreibt hierzu:

 

...Beschluss
Rechtssicherheit beim Abschuss von Wölfen
Der Abschuss von Wölfen wird in bestimmten Fällen erleichtert. Der Bundesrat hat den entsprechenden Änderungen im Bundesnaturschutzgesetz am 14. Februar 2020 grünes Licht erteilt.

Zur Abwehr eines ernsten Schadens
Danach ist der Abschuss bereits zur Abwehr ernster Schäden zulässig. Bislang sprach das Gesetz von erheblichen Schäden. Die Neuregelung soll auch Hobbytierhalter schützen.

 

Mehr Rechtssicherheit
Ausdrücklich erlaubt ist der Abschuss künftig, wenn unklar ist, welcher Wolf Herdentiere angegriffen hat. Hören die Nutztierrisse nicht auf, dann ermöglicht das Gesetz, weitere Rudeltiere zu töten. Voraussetzung ist allerdings, dass es einen räumlichen und zeitlichen Zusammenhang zu dem Rissereignis gibt. Mischlinge aus Wolf und Hund, sogenannte Hybride, sollen ebenfalls geschossen werden können.
Abschuss genehmigen

Die Länderbehörden müssen jeden Abschuss einzeln genehmigen. Zum Abschuss berechtigt ist grundsätzlich die Jägerschaft. Für den Fall, dass der Abschuss ausnahmsweise nicht durch einen Jäger erfolgt, muss dieser zuvor darüber informiert werden. Nur bei Gefahr im Verzug ist die Benachrichtigung nicht erforderlich.


Füttern verboten

Ausdrücklich verboten wird das Füttern und Anlocken wildlebender Wölfe. Dies soll verhindern, dass Wölfe sich zu sehr an den Menschen gewöhnen.

 

Ausgleich der Interessen
Die Neureglungen zum Abschuss der Wölfe sollen die Sorgen der Bevölkerung, die Interessen der Weidetierhalter und den Schutz der Wölfe als streng geschützte Tierart in einen angemessenen Ausgleich bringen, heißt es in der Gesetzesbegründung.


Unterzeichnung, Verkündung und Inkrafttreten:
Das Gesetz wurde dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet. Anschließend kann es im Bundesgesetzblatt verkündet werden. Es soll einen Tag darauf in Kraft treten.

 

Entschließung zur Weidetierprämie
In einer begleitenden Entschließung erneuert der Bundesrat seine Forderung nach einer Weidetierprämie. Auf diese Weise werde die gesellschaftlich anerkannteste Form der Nutztierhaltung angemessen gefördert und ein wesentlicher Beitrag zum Natur-, Arten, Hochwasser- und Klimaschutz sowie zum Schutz der biologischen Vielfalt geleistet.
Für eine Weidetierprämie hatten sich die Länder bereits in ihrer Stellungnahme zum ursprünglichen Gesetzentwurf und im vergangen Jahr auch mit einer eigenen Initiative (BR-Drs. 141/19 (B)) ausgesprochen.
Die Entschließung geht an die Bundesregierung. Sie entscheidet, ob sie das Anliegen des Bundesrates aufgreift. Feste Fristen gibt es hierfür nicht.


Stand: 14.02.2020

 

Ihr BDZ

Weitere Informationen und nützliche Links:

Direktvermarkterver- zeichnis zu beziehen bei BDZ-Landesverbänden:

Sponsoren und Förderer

Broschüre zum Mindestlohn des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Broschüre zum Mindestlohn des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
Broschüre Mindestlohn.pdf
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Info- und Werbematerial

Milch-, Fleisch sowie Wollziegenrassen im Format DIN A1 à 5,- EUR zzgl. Versand
Milch-, Fleisch sowie Wollziegenrassen im Format DIN A1 à 5,- EUR zzgl. Versand
Flyer zum BDZ-Bockmarkt
Flyer,Version_05.11.13.pdf
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